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Torsionsversuch

Zweck des Torsionsversuchs ist die Bestimmung des Bruchdrehmoments MB bei Schrauben, die nicht auf Zug geprüft werden können. 

 

Anwendung

Dieses Verfahren gilt für Schrauben mit den folgenden technischen Angaben:

 - Schrauben mit Kopf stärker als der Gewindeteil

 - Durchmesser des gewindefreien Schaftes: dSchaft ≥ dGewinde

 - Gewindelänge: b ≥ 1 x d + 2 x P 

 - Gewinde: 1,6 mm ≤ d ≤ 10 mm

 - Festigkeitsklassen: 4.6 bis 12.9



Prüfverfahren

Die Schraube muss über eine Gewindelänge von mindestens 1 x d bei einer freien Gewindelänge von mindestens 2 x P vom Kopf bis zum Gewindeauslauf oder vom gewindefreien Schaft zum Gewindeauslauf in eine Prüfvorrichtung eingeklemmt werden. Das Drehmoment wird fortlaufend in aufsteigender Weise aufgebracht.

 

Im Reklamationsfall gilt allgemein folgendes Vorgehen:

  • Schrauben, die nicht auf Zug geprüft werden können ==> Härtewert entscheidend für die Annahme

  • bei Schrauben, die auf Zug geprüft werden können   ==> Zugfestigkeit entscheidend für die Annahme 

 

 

 

Quellen

DIN ISO 898-7 - Mechanische Eigenschaften von Verbindungselementen; Teil 7: Torsionsversuch und Mindest-Bruchdrehmomente für Schrauben M1 bis M10

 

 

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